| Ziel:
Die Komplexität der Signalvorgänge
in der embryonalen Musterbildung und Organogenese ist durch in
vitro Assays schwer zu erfassen. Es besteht eine zunehmende
Tendenz, die Verteilung von Signalmolekülen im ganzen fixierten
Embryo ("whole mount" in situ Hybridisierung und Immunhistologie)
oder sogar den Aktivierungszustand von Komponenten von Signalkaskaden
(z.B. mittels phosphorylierungsspezifischer Antikörper) im
lebenden Objekt direkt sichtbar zu machen.
Das gilt auch für kleine Signalmoleküle. z.B. Calcium
in Pflanzen wie auch Tieren. Moderne transgene Technologien ermöglichen
die Herstellung von GFP-Fusionsproteinen oder GFP Genetraps, die
Protein oder Genexpressionsmuster direkt im lebenden Embryo sichtbar
machen. Diese Technologien leiten einen schnellen Fortschritt
in der Untersuchung von Signalmechanismen ein: Der Einfluß
auf Signalvorgänge von endogenen Signalmolekülen, chemischen
exogenen Modulatoren oder von definierten endogenen Mutanten kann
direkt am lebenden Organismus "abgelesen" werden.
Diese Techniken setzen jedoch leistungsfähige konfokale Fluoreszenzmikroskope
voraus, die mit hochsensitiven Lichtdetektoren ausgerüstet
sind. Ein aufrechtes konfokales Mikroskop steht in der Biologie
I für dieses Projekte zur Verfügung. Die Dicke der lebenden
Objekte geht jedoch meist über das optische Eindringvermögen
von konfokalen Mikroskopen hinaus (0 - 80 µm, unter optimalen
Bedingungen bis maximal 150 µm). Dagegen ist die relativ
neu entwicklte 2- und Mehrphotonentechnik in der konfokalen Laserscanmikroskopie
in der Lage, optische Abbildungen auch von dickeren Objekten (150
µm - ca. 600 µm bei sehr optisch klaren Objekten)
mit guter optischer Qualität, bei niedriger Belastung des
lebenden Gewebes, und geringem "out-of-focus" Hintergrundsignal
darzustellen.

Kooperationen
1. innerhalb des SFB 592
2. außerhalb des SFB
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